Menschen können nicht mehr als durchschnittlich fünf bis sieben
Informationen "in einem Atemzug" verarbeiten.

Wenn mit einer Information ein neuer Gedanke verbunden ist,
muß sich dieser zudem klar vom vorangegangenen abheben.

Was wir aufnehmen hängt also auch davon ab, wie es strukturiert ist.

Wir unterscheiden drei Strukturen der Informationsaufnahme:


Struktur mit
Methode
sequentiell
punktuell
assoziativ
-der Interpret gibt die Abfolge eindeutig vor
-
der Besucher wählt aus einem umfangreicheren Informationsangebot aus
-
Interpret und Besucher stehen im lebendigen Dialog über den Interpretationsgegenstand.

Sequentielle Strukturen sind überschaubar in der Vorbereitung und effizient in der Durchführung.
Eine Orientierung an einer klaren Themenlinie ist möglich (Beispiel: Interpretationspfad).
Gerade dadurch kann aber die Einbeziehung des Besuchers erschwert werden.

Punktuelle Strukturen überlassen es dem Besucher, in welcher Folge er die Leitideen eines Themen-
kreises
aufnimmt.
Der Interpret wird so trotz umfangreicher Vorbereitung nicht alle Informationen los.
D
afür haben diese für den einzelnen oft einen höheren Gebrauchswert (Beispiel: Interpretationsraum).

Assoziative Strukturen gehen mit dem höchsten Vorbereitungs- bzw. Vorbildungsaufwand einher.
Die Besucherzahl ist begrenzt, relativ wenige Fakten werden vermittelt (Beispiel: freie Interpretation).
Weil die ausgewählten Fakten für den Besucher aber nicht nur tatsächlich relevant sind, sondern die
Fragen dazu auch sofort beantwortet werden, ist hier die Einbeziehung des Besuchers am größten.